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THL Übung mit „Glas- Master“ und Spreizer

Stützpunktwehr übte Ernstfall und „zersägte“ zwei PKW.

Zu einer Sonderübung hatte am vergangenen Samstag der Kommandant der Stützpunktwehr Eichendorf, Hans Peter Wandinger, seine Mannschaft eingeladen. Das Übungsthema für diese Sonderübung lautete „technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen“. Durch die rasant steigende Zahl zugelassener Kraftfahrzeuge ab den 50er Jahren und die gleichzeitig noch unterentwickelte passive Sicherheit der Automobile, ist die Zahl der Verkehrsunfälle und der beteiligten Unfallopfer enorm angestiegen, und so entwickelte sich die Technische Hilfeleistung neben der Brandbekämpfung zu einer neuen Aufgabe für die Feuerwehren, erklärte der Kommandant zu Beginn der Übung. Die technische Rettung erfolgte zunächst vielerorts mit mechanischem Rettungsgerät, über die Jahre hinweg auch mit Trennschleifern. Erst die Verbreitung hydraulischer Rettungsgeräte ermöglichte eine schonende, präzise einsetzbare, funkenfreie und lärmarme Rettungstechnik, erklärte Kommandant Wandinger einleitend seiner Mannschaft die stufenweise Entstehung der so genannten „technischen Hilfeleistung“. Auch die Stützpunktwehr Eichendorf ist mit einem modernen Rettungssatz für die technische Hilfeleistung (THL) ausgerüstet, mit einem Rettungsspreizer, einer Rettungsschere, Rettungszylindern, einem Pedalschneider, einer Spreizerkette und dem dazugehörigen Zubehör. Um absolut „fit“ im Umgang mit all diesen THL- Ausrüstungsgeräten zu sein, legt Kommandant Hans Peter Wandinger großen Wert auf „THL- Übungen“, um seine Mannschaft optimal auf den Einsatz dieser Geräte im Ernstfall vorzubereiten. Und so übten die Einsatzkräfte der Stützpunktwehr Eichendorf am vergangenen Samstag den Einsatz des kompletten Rettungssatzes an zwei ausgedienten Personenkraftwagen. Mit den beiden „Unfallfahrzeugen“ wurden verschiedene „Einsätze“ nachgestellt. Kommandant Wandinger, der die Übung leitete, erklärte den Feuerwehrmännern die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände und deren Funktionen im Detail. So wurde zum Beispiel mit dem „Glas-Master“, mit dem es möglich ist, auch Verbundglasscheiben wie beispielsweise die Frontscheibe zu zerschneiden, ein Zugang geschafft, um eine Erstversorgung der „verunglückten Personen“ durch den Rettungsdienst zu ermöglichen. Mit der Rettungsschere und dem Schneidgerät, das zum Durchtrennen von Materialien dient, wurde bei den Fahrzeugen dann das Autodach abgetrennt. So ist das Hauptziel einer Rettung erreicht, die verunglückten Personen in kürzestmöglicher Zeit einer intensivmedizinischen Betreuung dem Rettungsdienst zuzuführen. Dabei wird jedoch in jedem Einzelfall genau, aber trotzdem schnell abgewogen, ob der verunglückten Person möglicherweise eine etwas längere Rettung zugemutet werden kann, wenn dadurch eine Verschlimmerung eventueller Verletzungen vermieden werden kann. Dies erfordert eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. Wandinger erklärte, dass dabei der Grundsatz gilt „so schnell wie nötig! So schonend wie möglich!“ Nachdem alle Ausrüstungsgegenstände ausgiebig getestet und die „verletzten Personen“ gerettet worden waren, beschloss man den Übungsnachmittag mit einem Kameradschaftsabend. Diesen nutzte Stützpunkt-Kommandant Hans Peter Wandinger, um sich bei allen aktiven Feuerwehrmännern seiner Wehr für ihren ganzjährigen engagierten Einsatz zu bedanken und auch der Übungsablauf der THL- Übung wurde nochmals Punkt für Punkt durchgesprochen.

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