News Archiv

Was tun, wenn heißes Fett brennt?

Feuerlöschaktion des Landesfeuerwehrverbandes, Dank an KBM Schraufnagl

Wie oft ist es schon vorgekommen, dass man einen Topf mit Öl auf dem Herd vergessen hat? Und was ist zu tun, wenn heißes Fett brennt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Feuer und wie man dieses effektiv löschen kann, demonstrierte am Donnerstag und Freitag im Hof der Stützpunktwehr Eichendorf Ausbilder Thomas Walther vom Landesfeuerwehrverband über 300 Schulungsteilnehmern. Über die beiden Tage hinweg wurden in Gruppen eingeteilt die Mitarbeiter der Joseph von Eichendorff Mittelschule, der Rathausverwaltung und des Bauhofes, des Kinderlandes Arche Noah sowie das Pflegepersonal des Altenheims St. Martin und des AWO- Heimes im richtigen Umgang mit Feuerlöscher ausgebildet.

Organisiert und vorbereitet hatte diese lebensrettende Fortbildung Kreisbrandmeister Max Schraufnagl, der sich zusammen mit Kreisbrandrat Josef Kramhöller sehr über den großen Eifer freute, mit dem die Schulungsteilnehmer „bei der Sache“ waren.

„Richtig Feuer löschen“ ist eine Aktion der Versicherungskammer Bayern und des Landesfeuerwehrverbandes, die jährlich in einer anderen Einrichtung oder Kommune im Landkreis durchgeführt wird und so rückte in der vergangenen Woche Ausbilder Thomas Walther mit seinem mobilen Brandschutzcontainer in der Großgemeinde Eichendorf an. Rund 300 Teilnehmer wurden an den beiden Tagen in kleinen Gruppen von jeweils etwa 20 Personen im richtigen Umgang mit dem Feuer geschult. In einer Stunde theoretischen Unterrichts informierte der Ausbilder die Schulungsteilnehmer über das richtige Verhalten im Falle eines Brandes. Er referierte über die korrekte Alarmierung, über die verschiedenen Brandschutzzeichen bis hin zu den Maßnahmen zur Evakuierung sowie der Beschreibung der Flucht- und Rettungswege. Spannend wurde es dann in der zweiten Stunde, als man vom theoretischen zum praktischen Unterricht überging. Hier demonstrierte Thomas Walther mit seiner Brandsimulationsanlage den Einsatz von Feuerlöschern und Löschdecken bei Personen- oder Zimmerbränden. Erschreckend heftig war dabei unter anderem auch die Explosion einer fast leeren Spraydose in einem simulierten Papierkorbbrand, denn mit einem ohrenbetäubenden Knall explodierte die Spraydose mit einem Feuerball. In einer simulierten Küche, mit einem „vergessenen“ Topf voller Öl auf einem Gasherd konnten die Schulungsteilnehmer anschließend feststellen, wie schnell der Topf Feuer fing. Thomas Walther zeigte verschiedene Löschversuche beim Fettbrand, beispielsweise mit einer Löschdecke oder einem Topfdeckel. Aus seiner Erfahrung als Feuerwehrmann berichtete er, dass viele Menschen in Panik Wasser auf das brennende Fett schütten würden. Um das Resultat dieses fatalen Löschversuchs zu zeigen, kippte er eine Tasse Wasser in das Fett, das sofort zu einem Feuerball explodierte. Die zahlreichen Schulungsteilnehmer, darunter auch Bürgermeister Max Schadenfroh, durften selbstverständlich alle auch den Umgang mit den Feuerlöschern üben und verschiedene „Feuer“ löschen. Zudem erhielten die Teilnehmer von Ausbilder Walther auch viele Tipps zu den verschiedensten Themen rund ums Feuer, wie beispielsweise zum Gebrauch von Feuermeldern und erhielten zum Abschluss des Kurses eine Broschüre. Um in einem Ernstfall richtig zu handeln, muss der Umgang mit dem Feuerlöscher oder einer Löschdecke auch richtig trainiert werden, betonte Josef Kramhöller in seinem Grußwort und bedankte sich recht herzlich bei der Gemeinde Eichendorf mit Bürgermeister Max Schadenfroh und der Stützpunktwehr Eichendorf für die Möglichkeit, diese Schulung in Eichendorf abhalten zu können. Besonderer Dank des Kreisbrandrats galt dabei dem Organisator, Kreisbrandmeister Max Schraufnagl. Den lobenden und dankenden Worten Kramhöllers schloss sich Bürgermeister Max Schadenfroh an, der an Ausbilder Thomas Walther ein Geschenk für seine Bemühungen in Eichendorf überreichte. Der Ausbilder bedankte sich seinerseits recht herzlich bei allen Verantwortlichen für die gute Zusammenarbeit, sprach allen Teilnehmern seine Anerkennung für ihren engagierten Einsatz aus und überreichte ein Präsent an Organisator Max Schraufnagl.